Samstag, 12. Mai 2012

On the Road again

Hallo ihr Lieben!
Bevor wir vor anderthalb Wochen in Motueka gestartet sind, hab ich ja versprochen, dass wir wieder mehr erleben werden, damit es auch endlich wieder mehr zu berichten gibt. Und genau das haben wir gemacht!
Vielleicht erinnert ihr euch – wir hatten leichte Entscheidungsschwierigkeiten betreffend unserer Reiserichtung. Letztlich wollten wir dann aber beide ganz schnell zu den Walen und somit haben wir zuerst die Walheimat Kaikoura an der Ostkueste angepeilt. Und unsere erste Mittagspause haben wir an den Nelson Lakes verbracht – besser haette die Reise gar nicht wieder starten koennen!
Dass wir ein bisschen zu viel Zeit mit den Enten vertroedelt haben, wurde uns erst so richtig bewusst, als wir wieder im Auto sassen und es immer dunkler und kaelter wurde (hab ich schon erwaehnt, dass unsere Autoheizung nicht funktioniert?) und wir immer noch 200 Kilometer vor uns hatten. Dann hat sich ganz radikal die Landschaft veraendert – waehrend wir den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein an Seen und hunderten von kunterbunten Weingebieten vorbei gefahren sind...
... standen wir ploetzlich im Daemmerlicht an der Kueste, vor der sich die Wellen bis auf die Strasse gebrochen haben!
Mit dem allerletzten Sonnenstrahl sind wir in Kaikoura angekommen. Die erste Nacht als Camper war dann erstmal wieder ungewohnt, zumal es richtig kalt wurde. Und beim Abendessen erzaehlte und dann jemand, dass wegen der rauhen See seit drei Tagen keine Boote zum Whale Watching ablegen konnten. Als sie im Wetterbericht dann noch was von Frost ueber Nacht erzaehlt haben, hatte es sich mit der guten Laune vorerst ganz erledigt. Also sind wir relativ bald in unsere erweiterten Schlafanzugkombinationen geklettert (kurzer Schlafanzug, langer Schlafanzug, zwei Paar Struempfe, Jogginghose und Kapuzenpulli), haben unsere Waermflaschen beladen und uns dann so gut es ging unter den Bettdecken verschanzt. Kleine Zusatzinfo: Wir schlafen auf acht Yogamatten und einer dicken Felldecke, dann hab ich einen Schlafsack und eine Decke und Sam hat eine fette Daunendecke. Damit haben wir die erste Nacht ganz gut ueberstanden, vom gefuehlten Eiszapfen an meiner mal ganz Nase abgesehen.
Am naechsten Morgen fuehrte unser erster Weg trotzdem direkt zu einem Second Hand Shop, in dem wir eine dicke King-Size-Bettdecke fuer zwei Euro erstanden haben, die wir uns seitdem noch teilen. Dass wir diese neue Errungenschaft den ganzen Tag mit uns herumschleppen wuerden, konnten wir ja noch nicht ahnen...
 
Mehr aus Neugier haben wir dann naemlich mal bei dem Whale Watching Unternehmen angerufen. Die waren da wie erwartet nicht sehr optimistisch, haben uns aber trotzdem auf die Warteliste fuer ein Boot gegen Mittag gesetzt. Dann sind wir ein bisschen umher geschlendert, und tatsaechlich beruhigte sich das Meer ein wenig spaeter und die Gluecklichen mit Warteplatz durften antreten – also wir! Ich war erst voellig perplex, weil ich damit ueberhaupt nicht gerechnet hatte. Aber dann, als wir in der Kabine des kleinen Katamarans sassen, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit sehr bald einen richtigen Wal sehen wuerde! Von da an war ich total aufgekratzt und hab die ganze Zeit mit der Nase an der Fensterscheibe geklebt, bis wir endlich raus aufs Deck durften. In der Zwischenzeit liess sich auch schon mal ein riesiges Delfinrudel sehen (heisst das bei Delfinen auch Rudel?), sodass ich ohnehin schon haette platzen koennen vor Glueck.
Als der Motor dann aus war, hat der Captain so ein spezielles Hoergeraet ins Wasser gelassen, um die Wale zu orten.
Das hat auch gleich geklappt wie am Schnuerchen, wir mussten nur ein wenig unsere Position veraendern, Tutrohr nochmal untergluckern und schwupps, war schon ein Wal in Sicht!
Dieser Pottwal kam ganz entspannt in unsere Richtung geschwommen und hat sich ganze fuenf Minuten lang stolz praesentiert, bis er mit einem kraeftigen Schlag seiner Hinterflosse wieder untergetaucht ist. Das war der absolute Wahnsinn! Vielleicht sieht er auf den Fotos aus wie ein Stueck Treibholz, aber er war riesig und sein Luftpusten war richtig laut und ueberhaupt... mensch Leute, ein richtiger Wal!
Waehrend dieser Schlingel unter Wasser war, wurden wir bestens von Seehunden und Albatrossen unterhalten...
Und nach 20 Minuten tauchte der Wal mit einem lauten pppfffffsssch wieder auf, zeigte sich nochmals ausgiebig und verabschiedete sich dann endgueltig mit einem erneuten Flossenklatscher.
Und als waer das alles noch nicht genug gewesen, haben wir auf dem Rueckweg das Delfinrudel nochmal gesehen und durften diesmal auch aufs Deck, sodass wir die etwa 40 total showgeilen Delfine und ihre Kunststuecke aus naechster Naehe bestaunen konnten.
Was fuer ein absolut genialer Tag! Vor lauter Begeisterung hab ich ganz vergessen, enttaeuscht zu sein, weil wir ja gar keine Orkas gesehen haben. Aber das klappt schon irgendwann nochmal. Und so bin ich am Abend trotz Minusgraden mit einem dicken Grinsen auf dem Tiefkuehlgesicht eingeschlafen.

Den folgenden Vormittag haben wir der Halbinsel rund um Kaikoura gewidmet, weil wir schon gehoert hatten, dass sich dort ganz viele Robben tummeln sollen... Und wirklich, wir waren noch keine zwei Minuten vom Parkplatz weg, da hat uns ihmchen hier schon den Weg versperrt.
Und weil gerade Ebbe war, konnten wir 200 Meter ins Meer hinaus laufen...
Danach ging es steil bergauf zu einem Aussichtspunkt und von da aus an der Kueste entlang, einfach immer der Nase nach. Das ist schon ein ganz spezielles Fleckchen Erde, dieses Kaikoura. Ihr muesst wissen, dass es aus der Vogelperspektive so aussieht:
Und dann koennt ihr euch ja vorstellen, dass man quasi gleich zwei Traumaussichten hat, wenn man da am unteren Ende so von rechts nach links auf den Klippen herumspaziert. 
Sam, auch genannt Adlerauge, hat dann unten am Meer viele kleine Seehunde aufgespuert, wie sie da ganz faul in der Sonne lagen. Und von da an haben wir versucht, irgendwie von diesen Klippen wieder runterzuklettern, um die Robben aus naechster Naehe beobachten zu koennen. Es hat allerdings noch weitere 40 Wanderminuten gedauert, bis wir endlich einen Weg nach unten gefunden hatten, und dann mussten wir ja auch 40 Minuten wieder zurueck stratzen. Man ey... Auf einmal waren die Seehunde dann aber ueberall, und es war gar nicht mehr so einfach, die vorgeschriebenen zehn Meter Abstand einzuhalten.
 
Nach einem ausgiebigen Paeuschen haben wir beschlossen, nicht wieder auf den Klippen zurueck zum Auto zu wandern, sondern auf anhaltende Ebbe zu hoffen und uns den Weg am Meer entlang zu bahnen. Zwar mussten wir manchmal ein paar waghalsige Klettersekunden auf uns nehmen, aber dafuer wurden wir dann auch mit noch viel mehr Seehunden belohnt, die da quasi direkt im Weg rumlagen. 
 
Das war grosse Spitzenklasse und hat dem Abenteuer vom Vortag noch die Krone aufgesetzt. Kaikoura gehoert damit definitiv zu den Top 10 der besten Orte auf unserer ganzen Reise!
Am fruehen Nachmittag sassen wir aber schon wieder im Auto auf dem Weg nach Hanmer Springs, einem kleinen Ort in den Bergen. Kennt ihr diesen Fernseh-Maler aus den 70ern mit dem grauen Afro, der im oeffentlich-rechtlichen Nachtprogramm innerhalb von 30 Minuten ganz tolle Landschaften schummelt? Je mehr wir von der Kueste landeinwaerts gefahren sind, desto mehr kam ich mir vor wie in einem 360'-Panoramabild von dem.
Leider war es dort oben auf 700 Metern ueberm Meeresspiegel noch eine ganze Ecke kaelter, weshalb ich nachts nicht sonderlich gut geschlafen hab und dann auch dementsprechend begeistert war, als Sam mich in aller Fruehe quer durch die Waelder gescheucht hat. Allerdings muss ich zugeben, dass diese herbstbunten Baeume vor den schneebedeckten Gipfeln schon wirklich schnieke aussahen.
 
Bodenfrost!
Nach drei Stunden ueber Stock und Stein haben wir uns durchgefroren endlich unserem eigentlichen Ziel in Hanmer Springs zugewandt: den heissen Quellen. Da haben wir dann den ganzen Nachmittag froehlich in 42 Grad warmen, nach Eierpup riechenden Sulfatpools rumgeplanscht ...
... bevor wir uns in Richtung Christchurch begeben haben. Das hat der ein oder andere ja bestimmt schon mal gehoert – das ist da, wo immer die Erde bebt. Und wegen den schweren Erdbeben letztes Jahr gab es dort tatsaechlich auch nicht (mehr) besonders viel zu sehen. Um es auf den Punkt zu bringen: Christchurch ist wie eine Geisterstadt, das komplette Stadtzentrum rund um die Kathedrale ist gesperrt und drumherum ist auch bloss nichts los. 
Container-Shopping

Das hier ist uebrigens keine Gedenkwand fuer die Opfer des Erdbebens, sondern fuer die Kathedrale. Ihr muesst wissen, dass die darum wirklich ein riesen Tamtam machen. Jeden Abend ist diese bloede Kirche in den Nachrichten! Stueck vom Jesuskreus in den Truemmern gefunden, Buergermeister will sie wieder aufbauen, Wie gehen die Aufraeumarbeiten voran, Wo kommt eigentlich das Geld fuer den Wiederaufbau her,... Immer wieder finden die eine Moeglichkeit, diese verdammte Kirche zum Gespraechsthema zu machen. Und wenns mal nichts zu berichten gibt, weil jeder Truemmerstein schon siebzehn Mal gezeigt wurde, dann stellt man zur Not auch mal einen Zauberer vor den Schutt und laesst den ein bisschen zaubern. So sind die hier! Das koennten die RTL 2 News auch nicht besser handhaben. Jedenfalls haben wir aber nicht schlecht geguckt, als wir diesen besagten Zauberer tatsaechlich von sechs Demonstranten umgeben auf der Strasse gesehen haben! Stand er da einfach so rum, auf einer Leiter, und hat vor sich hin gezaubert.
 
Eigentlich wollten wir ein paar Tage in Christchurch bleiben, aber schon nach zwei Stunden waren wir mit dem Kulturprogramm durch. Nach all den Absperrungen und Containern und Baggern hatte ich mich so auf das Museum gefreut, weil dort gerade auch eine BBC Foto-Wanderausstellung ueber Natuerwunder gezeigt wurde. Leider wurde dort zwei Wochen zuvor festgestellt, dass man nach dem Erdbeben zu schnell wiedereroeffnet haette – ein paar tragende Balken erschienen nun doch nicht mehr so tragfaehig. Museum also zu, herzlichen Dank! Auch unser Alternativprogramm, das Wissenschaftszentrum fuer Kinder gab es ganz einfach nicht mehr. Und so sind wir supergnatzig einkaufen gefahren und haben den Nachmittag mit Unmengen Schokolade und Tee vorm Fernseher auf dem Campingplatz verbracht. Das Beste an diesem Campingplatz war uebrigens, dass er ganz in der Naehe des Flugplatzes liegt und somit fuer viele Touris der letzte Stopp vor der Heimreise ist. Und natuerlich schmeissen diese Heimreisenden ihr verbleibendes Hab und Gut nicht einfach weg, sondern vermachen es an andere Reisende. In diesem Fall: Uns! Diese zwei Naechte in Christchurch haben sich letztlich also doch gelohnt, weil wir seitdem naemlich endlich eigene Toepfe und Pfannen haben und auch unsere Daunendecke Nummer vier.

Von Christchurch ging es wieder in die Berge, zum Lake Tekapo. Wir hatten riesiges Glueck und haben den letzten sonnigen Tag fuer eine seeeehr lange Weile erwischt, sodass wir die Aussicht dort in vollen Zuegen geniessen konnten. 

Weil es ganz schoen kalt war, haben wir uns diesmal nicht auf einem Campingplatz eingenistest, sondern in einem Hostel. Geschlafen haben wir zwar im Auto, aber Kueche und Co konnten wir dort mitnutzen, und vor allem auch den grandiosen Gemeinschaftsraum mit Panoramasicht auf den See und eigenem Kamin.
Eigentlich hatten wir vor, uns am naechsten Tag dem groessten Berg Neuseelands zu naehern – dem Mount Cook mit 3754 Metern. Wie aber schon erwaehnt ging es mit dem steil Wetter bergab, und als wir an der Kreuzung zum Riesengipfel standen, sah die Sache leider so aus:
Und da wir ja nur ungern im Schneeregen um den Berg herum getrabt waeren, sind wir kurzerhand zurueck nach Tekapo gebrettert und haben dort zumindest denn 1.000 Meter hohen Mount John bestiegen. Nur um das klarzustellen, wir waren schon in 720 Metern Hoehe, es waren also eigentlich nur knapp 300 Meter Bergerklimmung (war trotzdem anstrengend!). Wie immer hat sich's aber ausgezahlt, denn das hier war unsere verdiente Aussicht:
Man sieht quasi direkt vor sich, wie die zehn tapferen Ring-Gefaehrten sich da ihren Weg ueber die Berge bahnen... Und weil es ja dann wirklich mal Zeit wurde, haben wir es uns am Nachmittag vorm Feuer gemuetlich gemacht und zum ersten Mal seit Jahren den ersten Teil von Der Herr der Ringe angeschaut. Dass man den auch gute 30 Minuten haette kuerzen koennen, ist mir damals gar nicht aufgefallen, aber diese Landschaft – einfach herrlich! Und wir mittendrin!

Da sich auch tags darauf die Wolkendecke nicht lichten wollte, haben wir gar nicht erst einen zweiten Versuch in Richtung Mount Cook gestartet. Den sehen wir bestimmt von der Westkueste aus nochmal. Angesteuert haben wir stattdessen das kleine Staedtchen Oamaru, das vor allem fuer seine beheimateten Pinguinkolonien bekannt ist. Da diese Strolche aber erst zwei Stunden vor der Daemmerung aus dem Wasser kriechen, hatten wir viel Zeit, um die 'Innenstadt' zu erkunden. Und tatsaechlich war das mal ganz schoen, denn zwei ganze Strassen waren im Stil des 19. Jahrhunderts erhalten, mitsamt der traditionellen Handwerkskunst, aber auch mit modernen Galerien. Ausserdem gab's lustige Strassenschilder.
 
Halb vier haben wir uns dann in Richtung Strand begeben, an dem die gelbaeugigen Pinguine zu Hause sind. Allerdings ist diese Pinguinart sehr schuechtern, weshalb wir nicht direkt an den Strand durften. Stattdessen haben wir das rege Treiben von einer Aussichtsplattform beobachtet. Und es hat auch gar nicht lange gedauert, bis der erste kleine Pingu aus dem Wasser gestapft kam... 
 
 
Eine ganze Stunde lang standen wir dort im kalten, windigen Nieselregen. Ich war echt ueberrascht, dass es in diesem Oamaru noch viel kaelter war als in den Bergen. Jedenfalls kam es aber, dass wir uns (durchgefroren wie wir waren) zum allerersten Mal fuer ein richtiges Zimmer auf dem Zeltplatz entschieden haben. Mit Heizung!! Ich war so gluecklich ueber Nacht, dass ich am liebsten ueberhaupt nicht geschlafen haette, um keinen einzigen warmen Moment zu verpassen...
Naechster Halt war die wirklich huebsche Studentenstadt Dunedin. Lah es wettertechnisch auch dort nicht viel besser aus (Hoechstwert am Donnerstag: 4 Grad!!), sodass wir uns kurzerhand einfach wieder fuer eine Kabine auf dem Campingplatz entschieden haben. Und das hier war sie, unsere Luxusherberge der letzten beiden Naechte:
Da wir trotz Kaelte und Regen aber nicht den ganzen Tag in dieser Streichholzschachtel sitzen wollten, haben wir ein Schlechtwetterprogramm erarbeitet. Zuerst waren wir im Museum, das ich wirklich klasse fand. Neben dem ganzen ueblichen Maori-Krams hatten die da auch ein paar steinalte Fossile, die ich so noch nie gesehen hab, und ausserdem gab's auch ganz viele ausgestopfte Tiere, die in dieser Region Neuseelands leben. Fast ein bisschen wie im Zoo, nur dass alle tot waren.
Abends waren wir im Kino, um puenktlich zum Starttermin den neuen Tim Burton Film Dark Shadows zu gucken. Der war teilweise schon echt lustig, aber im Grossen und Ganzen war ich doch eher enttaeuscht. Und das ist mir bei Tim Burton ja noch nie passiert! Auf den Schreck mussten wir gleich noch einen Trinken gehen, und so sassen wir ein bisschen spaeter in einer schnieken Bar, in der ich dann den teuersten und gleichzeitig kleinsten Cocktail meines Lebens in der Hand hielt. Bloede Kombination!
Gestern waren wir trotz anhaltendem Nieselregen in der Innenstadt unterwegs, um wenigstens ein paar der Outdoor-Sehenswuerdigkeiten mitzunehmen...
steilste Strasse der Welt
Bahnhof
Tja, und weil heute frueh mal fuenf Minuten lang die Sonne geschienen hat, sind wir gleich mit Sack und Pack auf die Halbinsel hinter Dunedin geduest, die fuer ihre Tierwelt beruehmt sind. Es gibt hier eine Royal Albatross Kolonie, die ihre Eier auf dem Festland ausbruetet, was weltweit einzigartig ist. Um diese Nester sehen zu koennen, muss man allerdings 50 Dollar Eintritt bezahlen. Da das nicht in Frage kam, sind wir einmal um die Halbinsel drumherum gefahren, um das einzige Schloss Neuseelands zu besuchen. Allerdings haette uns nur das Betreten des Grundstuecks 15 Dollar gekostet, von den 30 Dollar fuer eine Schlossbesichtigung ganz zu schweigen. Wir haben nicht mal den bloeden Turm sehen koennen, weil die sich von den hohen Eintrittsgeldern wahrscheinlich die hoechsten Hecken der Welt leisten koennen! Ein bisschen grummelig haben wir dann eine kleine Bucht angesteuert, in der es Seehunde, Pinguine und auch Seeloewen geben soll. EINEN Seeloewen haben wir gesehen, und der hat sich nicht mal bewegt. Ab morgen ist er bestimmt schon im Tote-Tiere-Museum zu bestaunen.
Leider sah es dann wieder verdaechtig nach Regen aus, weswegen wir den Rueckweg antreten mussten. Kein Pinguin, kein Seehund, und die Laune so:
Wir versuchen ja eigentlich immer, uns nicht vom Wetter runterziehen zu lassen. Aber wenn alle Alternativen dann einen Haufen Geld kosten, nervt das wirklich sehr! Aber wir sagt mein Papa immer so schoen: Man kann sein Geld nur einmal ausgeben. Recht hat er. Und da wir es im Moment vorziehen, in beheizbaren Raeumlichkeiten zu schlafen statt eines naechtlichen Kaeltetodes im Auto zu sterben, haben wir leider kein Geld uebrig fuer arschteure Riesenvoegel und unsichtbare Maerchenschloesser.

Morgen verschwinden wir fuer ein paar Tage in den Catlins, einem Nationalpark ganz im Sueden, von da aus gehts dann weiter Richtung Te Anau und Milford Sound, und gegen Ende der Woche wollen wir in Queenstown eintrudeln. Die Wettervorhersage macht nicht viel Mut: Es soll die ganze Woche lang regnen. Ausser in Queenstown, da schneit's dann.
Nun gut, Schluss fuer heute. Falls ihr mal genug von eurem Fruehling und der frischen Luft habt und lieber Zeit vorm Computer verbringt, dann klickt ruhig immer mal auf meinen Blog – vielleicht schaffen wir bis zum Ende die 10.000!
Ich hoffe, es geht euch allen gut und drueck euch lieb von hier! Bis ganz bald!

2 Kommentare:

  1. ...der Maler mit dem grauen Afro, also...
    Caro, Bob Ross hat sich grade im Grabe nochmal umgedreht :)"The joy of painting" - großartig..
    ich hoffe ihr seid noch nich erfroren!
    Kussi aus Coromandel

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  2. Aloha!
    Awesome! Toller Artikel und ich bin sehr gespannt was da noch kommt! =)

    Liebe Grüße, Andi

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