Bevor wir vor anderthalb Wochen in
Motueka gestartet sind, hab ich ja versprochen, dass wir wieder mehr
erleben werden, damit es auch endlich wieder mehr zu berichten gibt.
Und genau das haben wir gemacht!
Vielleicht erinnert ihr euch – wir
hatten leichte Entscheidungsschwierigkeiten betreffend unserer
Reiserichtung. Letztlich wollten wir dann aber beide ganz schnell zu
den Walen und somit haben wir zuerst die Walheimat Kaikoura an der
Ostkueste angepeilt. Und unsere erste Mittagspause haben wir an den
Nelson Lakes verbracht – besser haette die Reise gar nicht wieder
starten koennen!
Dass wir ein
bisschen zu viel Zeit mit den Enten vertroedelt haben, wurde uns erst
so richtig bewusst, als wir wieder im Auto sassen und es immer
dunkler und kaelter wurde (hab ich schon erwaehnt, dass unsere
Autoheizung nicht funktioniert?) und wir immer noch 200 Kilometer vor
uns hatten. Dann hat sich ganz radikal die Landschaft veraendert –
waehrend wir den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein an Seen und
hunderten von kunterbunten Weingebieten vorbei gefahren sind...
... standen wir
ploetzlich im Daemmerlicht an der Kueste, vor der sich die Wellen bis
auf die Strasse gebrochen haben!
Mit dem
allerletzten Sonnenstrahl sind wir in Kaikoura angekommen. Die erste
Nacht als Camper war dann erstmal wieder ungewohnt, zumal es richtig
kalt wurde. Und beim Abendessen erzaehlte und dann jemand, dass wegen
der rauhen See seit drei Tagen keine Boote zum Whale Watching ablegen
konnten. Als sie im Wetterbericht dann noch was von Frost ueber Nacht
erzaehlt haben, hatte es sich mit der guten Laune vorerst ganz
erledigt. Also sind wir relativ bald in unsere erweiterten
Schlafanzugkombinationen geklettert (kurzer Schlafanzug, langer
Schlafanzug, zwei Paar Struempfe, Jogginghose und Kapuzenpulli),
haben unsere Waermflaschen beladen und uns dann so gut es ging unter
den Bettdecken verschanzt. Kleine Zusatzinfo: Wir schlafen auf acht
Yogamatten und einer dicken Felldecke, dann hab ich einen Schlafsack
und eine Decke und Sam hat eine fette Daunendecke. Damit haben wir
die erste Nacht ganz gut ueberstanden, vom gefuehlten Eiszapfen an
meiner mal ganz Nase abgesehen.
Am naechsten
Morgen fuehrte unser erster Weg trotzdem direkt zu einem Second Hand
Shop, in dem wir eine dicke King-Size-Bettdecke fuer zwei Euro
erstanden haben, die wir uns seitdem noch teilen. Dass wir diese neue
Errungenschaft den ganzen Tag mit uns herumschleppen wuerden, konnten
wir ja noch nicht ahnen...
Mehr aus Neugier
haben wir dann naemlich mal bei dem Whale Watching Unternehmen
angerufen. Die waren da wie erwartet nicht sehr optimistisch, haben
uns aber trotzdem auf die Warteliste fuer ein Boot gegen Mittag
gesetzt. Dann sind wir ein bisschen umher geschlendert, und
tatsaechlich beruhigte sich das Meer ein wenig spaeter und die
Gluecklichen mit Warteplatz durften antreten – also wir! Ich war
erst voellig perplex, weil ich damit ueberhaupt nicht gerechnet
hatte. Aber dann, als wir in der Kabine des kleinen Katamarans
sassen, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich mit sehr grosser
Wahrscheinlichkeit sehr bald einen richtigen Wal sehen wuerde! Von da
an war ich total aufgekratzt und hab die ganze Zeit mit der Nase an
der Fensterscheibe geklebt, bis wir endlich raus aufs Deck durften.
In der Zwischenzeit liess sich auch schon mal ein riesiges
Delfinrudel sehen (heisst das bei Delfinen auch Rudel?), sodass ich
ohnehin schon haette platzen koennen vor Glueck.
Als der Motor
dann aus war, hat der Captain so ein spezielles Hoergeraet ins Wasser
gelassen, um die Wale zu orten.
Das hat auch
gleich geklappt wie am Schnuerchen, wir mussten nur ein wenig unsere
Position veraendern, Tutrohr nochmal untergluckern und schwupps, war
schon ein Wal in Sicht!
Dieser Pottwal
kam ganz entspannt in unsere Richtung geschwommen und hat sich ganze
fuenf Minuten lang stolz praesentiert, bis er mit einem kraeftigen
Schlag seiner Hinterflosse wieder untergetaucht ist. Das war der
absolute Wahnsinn! Vielleicht sieht er auf den Fotos aus wie ein
Stueck Treibholz, aber er war riesig und sein Luftpusten war richtig
laut und ueberhaupt... mensch Leute, ein richtiger Wal!
Waehrend dieser
Schlingel unter Wasser war, wurden wir bestens von Seehunden und
Albatrossen unterhalten...
Und nach 20
Minuten tauchte der Wal mit einem lauten pppfffffsssch wieder auf,
zeigte sich nochmals ausgiebig und verabschiedete sich dann
endgueltig mit einem erneuten Flossenklatscher.
Und als waer das
alles noch nicht genug gewesen, haben wir auf dem Rueckweg das
Delfinrudel nochmal gesehen und durften diesmal auch aufs Deck,
sodass wir die etwa 40 total showgeilen Delfine und ihre Kunststuecke
aus naechster Naehe bestaunen konnten.
Was fuer ein
absolut genialer Tag! Vor lauter Begeisterung hab ich ganz vergessen,
enttaeuscht zu sein, weil wir ja gar keine Orkas gesehen haben. Aber
das klappt schon irgendwann nochmal. Und so bin ich am Abend trotz
Minusgraden mit einem dicken Grinsen auf dem Tiefkuehlgesicht
eingeschlafen.
Den folgenden
Vormittag haben wir der Halbinsel rund um Kaikoura gewidmet, weil wir
schon gehoert hatten, dass sich dort ganz viele Robben tummeln
sollen... Und wirklich, wir waren noch keine zwei Minuten vom
Parkplatz weg, da hat uns ihmchen hier schon den Weg versperrt.
Und weil gerade
Ebbe war, konnten wir 200 Meter ins Meer hinaus laufen...
Danach ging es
steil bergauf zu einem Aussichtspunkt und von da aus an der Kueste
entlang, einfach immer der Nase nach. Das ist schon ein ganz
spezielles Fleckchen Erde, dieses Kaikoura. Ihr muesst wissen, dass
es aus der Vogelperspektive so aussieht:
Und dann koennt ihr euch ja vorstellen,
dass man quasi gleich zwei Traumaussichten hat, wenn man da am
unteren Ende so von rechts nach links auf den Klippen herumspaziert.
Sam, auch genannt Adlerauge, hat dann
unten am Meer viele kleine Seehunde aufgespuert, wie sie da ganz faul
in der Sonne lagen. Und von da an haben wir versucht, irgendwie von
diesen Klippen wieder runterzuklettern, um die Robben aus naechster
Naehe beobachten zu koennen. Es hat allerdings noch weitere 40
Wanderminuten gedauert, bis wir endlich einen Weg nach unten gefunden
hatten, und dann mussten wir ja auch 40 Minuten wieder zurueck
stratzen. Man ey... Auf einmal waren die Seehunde dann aber ueberall,
und es war gar nicht mehr so einfach, die vorgeschriebenen zehn Meter
Abstand einzuhalten.
Nach einem ausgiebigen Paeuschen haben
wir beschlossen, nicht wieder auf den Klippen zurueck zum Auto zu
wandern, sondern auf anhaltende Ebbe zu hoffen und uns den Weg am
Meer entlang zu bahnen. Zwar mussten wir manchmal ein paar waghalsige
Klettersekunden auf uns nehmen, aber dafuer wurden wir dann auch mit
noch viel mehr Seehunden belohnt, die da quasi direkt im Weg
rumlagen.
Das war grosse Spitzenklasse und hat
dem Abenteuer vom Vortag noch die Krone aufgesetzt. Kaikoura gehoert
damit definitiv zu den Top 10 der besten Orte auf unserer ganzen
Reise!
Am fruehen Nachmittag sassen wir aber
schon wieder im Auto auf dem Weg nach Hanmer Springs, einem kleinen
Ort in den Bergen. Kennt ihr diesen Fernseh-Maler aus den 70ern mit
dem grauen Afro, der im oeffentlich-rechtlichen Nachtprogramm
innerhalb von 30 Minuten ganz tolle Landschaften schummelt? Je mehr
wir von der Kueste landeinwaerts gefahren sind, desto mehr kam ich
mir vor wie in einem 360'-Panoramabild von dem.
Leider war es dort oben auf 700 Metern
ueberm Meeresspiegel noch eine ganze Ecke kaelter, weshalb ich nachts
nicht sonderlich gut geschlafen hab und dann auch dementsprechend
begeistert war, als Sam mich in aller Fruehe quer durch die Waelder
gescheucht hat. Allerdings muss ich zugeben, dass diese herbstbunten
Baeume vor den schneebedeckten Gipfeln schon wirklich schnieke
aussahen.
| Bodenfrost! |
Nach drei Stunden ueber Stock und Stein
haben wir uns durchgefroren endlich unserem eigentlichen Ziel in
Hanmer Springs zugewandt: den heissen Quellen. Da haben wir dann den
ganzen Nachmittag froehlich in 42 Grad warmen, nach Eierpup
riechenden Sulfatpools rumgeplanscht ...
... bevor wir uns in Richtung
Christchurch begeben haben. Das hat der ein oder andere ja bestimmt
schon mal gehoert – das ist da, wo immer die Erde bebt. Und wegen
den schweren Erdbeben letztes Jahr gab es dort tatsaechlich auch
nicht (mehr) besonders viel zu sehen. Um es auf den Punkt zu bringen:
Christchurch ist wie eine Geisterstadt, das komplette Stadtzentrum
rund um die Kathedrale ist gesperrt und drumherum ist auch bloss
nichts los.
| Container-Shopping |
Das hier ist uebrigens keine Gedenkwand
fuer die Opfer des Erdbebens, sondern fuer die Kathedrale. Ihr muesst
wissen, dass die darum wirklich ein riesen Tamtam machen. Jeden Abend
ist diese bloede Kirche in den Nachrichten! Stueck vom Jesuskreus in
den Truemmern gefunden, Buergermeister will sie wieder aufbauen, Wie
gehen die Aufraeumarbeiten voran, Wo kommt eigentlich das Geld fuer
den Wiederaufbau her,... Immer wieder finden die eine Moeglichkeit,
diese verdammte Kirche zum Gespraechsthema zu machen. Und wenns mal
nichts zu berichten gibt, weil jeder Truemmerstein schon siebzehn Mal
gezeigt wurde, dann stellt man zur Not auch mal einen Zauberer vor
den Schutt und laesst den ein bisschen zaubern. So sind die hier! Das
koennten die RTL 2 News auch nicht besser handhaben. Jedenfalls haben
wir aber nicht schlecht geguckt, als wir diesen besagten Zauberer
tatsaechlich von sechs Demonstranten umgeben auf der Strasse gesehen
haben! Stand er da einfach so rum, auf einer Leiter, und hat vor sich
hin gezaubert.
Eigentlich wollten wir ein paar Tage in
Christchurch bleiben, aber schon nach zwei Stunden waren wir mit dem
Kulturprogramm durch. Nach all den Absperrungen und Containern und
Baggern hatte ich mich so auf das Museum gefreut, weil dort gerade
auch eine BBC Foto-Wanderausstellung ueber Natuerwunder gezeigt
wurde. Leider wurde dort zwei Wochen zuvor festgestellt, dass man
nach dem Erdbeben zu schnell wiedereroeffnet haette – ein paar
tragende Balken erschienen nun doch nicht mehr so tragfaehig. Museum
also zu, herzlichen Dank! Auch unser Alternativprogramm, das
Wissenschaftszentrum fuer Kinder gab es ganz einfach nicht mehr. Und
so sind wir supergnatzig einkaufen gefahren und haben den Nachmittag
mit Unmengen Schokolade und Tee vorm Fernseher auf dem Campingplatz
verbracht. Das Beste an diesem Campingplatz war uebrigens, dass er
ganz in der Naehe des Flugplatzes liegt und somit fuer viele Touris
der letzte Stopp vor der Heimreise ist. Und natuerlich schmeissen
diese Heimreisenden ihr verbleibendes Hab und Gut nicht einfach weg,
sondern vermachen es an andere Reisende. In diesem Fall: Uns! Diese
zwei Naechte in Christchurch haben sich letztlich also doch gelohnt,
weil wir seitdem naemlich endlich eigene Toepfe und Pfannen haben und
auch unsere Daunendecke Nummer vier.
Von Christchurch ging es wieder in die
Berge, zum Lake Tekapo. Wir hatten riesiges Glueck und haben den
letzten sonnigen Tag fuer eine seeeehr lange Weile erwischt, sodass
wir die Aussicht dort in vollen Zuegen geniessen konnten.
Weil es ganz schoen kalt war, haben wir
uns diesmal nicht auf einem Campingplatz eingenistest, sondern in
einem Hostel. Geschlafen haben wir zwar im Auto, aber Kueche und Co
konnten wir dort mitnutzen, und vor allem auch den grandiosen
Gemeinschaftsraum mit Panoramasicht auf den See und eigenem Kamin.
Eigentlich hatten wir vor, uns am
naechsten Tag dem groessten Berg Neuseelands zu naehern – dem Mount
Cook mit 3754 Metern. Wie
aber schon erwaehnt ging es mit dem steil Wetter bergab, und als wir
an der Kreuzung zum Riesengipfel standen, sah die Sache leider so
aus:
Und da wir ja nur ungern im Schneeregen
um den Berg herum getrabt waeren, sind wir kurzerhand zurueck nach
Tekapo gebrettert und haben dort zumindest denn 1.000 Meter hohen
Mount John bestiegen. Nur um das klarzustellen, wir waren schon in
720 Metern Hoehe, es waren also eigentlich nur knapp 300 Meter
Bergerklimmung (war trotzdem anstrengend!). Wie immer hat sich's aber
ausgezahlt, denn das hier war unsere verdiente Aussicht:
Man sieht quasi direkt vor sich, wie
die zehn tapferen Ring-Gefaehrten sich da ihren Weg ueber die Berge
bahnen... Und weil es ja dann wirklich mal Zeit wurde, haben wir es
uns am Nachmittag vorm Feuer gemuetlich gemacht und zum ersten Mal
seit Jahren den ersten Teil von Der Herr der Ringe angeschaut.
Dass man den auch gute 30 Minuten haette kuerzen koennen, ist mir
damals gar nicht aufgefallen, aber diese Landschaft – einfach
herrlich! Und wir mittendrin!
Da sich auch tags darauf die
Wolkendecke nicht lichten wollte, haben wir gar nicht erst einen
zweiten Versuch in Richtung Mount Cook gestartet. Den sehen wir
bestimmt von der Westkueste aus nochmal. Angesteuert haben wir
stattdessen das kleine Staedtchen Oamaru, das vor allem fuer seine
beheimateten Pinguinkolonien bekannt ist. Da diese Strolche aber erst
zwei Stunden vor der Daemmerung aus dem Wasser kriechen, hatten wir
viel Zeit, um die 'Innenstadt' zu erkunden. Und tatsaechlich war das
mal ganz schoen, denn zwei ganze Strassen waren im Stil des 19.
Jahrhunderts erhalten, mitsamt der traditionellen Handwerkskunst,
aber auch mit modernen Galerien. Ausserdem gab's lustige Strassenschilder.
Halb vier haben wir uns dann in
Richtung Strand begeben, an dem die gelbaeugigen Pinguine zu Hause
sind. Allerdings ist diese Pinguinart sehr schuechtern, weshalb wir
nicht direkt an den Strand durften. Stattdessen haben wir das rege
Treiben von einer Aussichtsplattform beobachtet. Und es hat auch gar
nicht lange gedauert, bis der erste kleine Pingu aus dem Wasser
gestapft kam...
Eine ganze Stunde lang standen wir dort
im kalten, windigen Nieselregen. Ich war echt ueberrascht, dass es in
diesem Oamaru noch viel kaelter war als in den Bergen. Jedenfalls kam
es aber, dass wir uns (durchgefroren wie wir waren) zum allerersten
Mal fuer ein richtiges Zimmer auf dem Zeltplatz entschieden haben.
Mit Heizung!! Ich war so gluecklich ueber Nacht, dass ich am liebsten
ueberhaupt nicht geschlafen haette, um keinen einzigen warmen Moment
zu verpassen...
Naechster Halt war die wirklich
huebsche Studentenstadt Dunedin. Lah es wettertechnisch auch dort
nicht viel besser aus (Hoechstwert am Donnerstag: 4 Grad!!), sodass
wir uns kurzerhand einfach wieder fuer eine Kabine auf dem
Campingplatz entschieden haben. Und das hier war sie, unsere
Luxusherberge der letzten beiden Naechte:
Da wir trotz Kaelte und Regen aber
nicht den ganzen Tag in dieser Streichholzschachtel sitzen wollten,
haben wir ein Schlechtwetterprogramm erarbeitet. Zuerst waren wir im
Museum, das ich wirklich klasse fand. Neben dem ganzen ueblichen
Maori-Krams hatten die da auch ein paar steinalte Fossile, die ich so
noch nie gesehen hab, und ausserdem gab's auch ganz viele
ausgestopfte Tiere, die in dieser Region Neuseelands leben. Fast ein
bisschen wie im Zoo, nur dass alle tot waren.
Abends waren wir im Kino, um puenktlich
zum Starttermin den neuen Tim Burton Film Dark Shadows
zu gucken. Der war teilweise schon echt lustig, aber im Grossen und
Ganzen war ich doch eher enttaeuscht. Und das ist mir bei Tim Burton
ja noch nie passiert! Auf den Schreck mussten wir gleich noch einen
Trinken gehen, und so sassen wir ein bisschen spaeter in einer
schnieken Bar, in der ich dann den teuersten und gleichzeitig
kleinsten Cocktail meines Lebens in der Hand hielt. Bloede
Kombination!
Gestern waren wir trotz anhaltendem
Nieselregen in der Innenstadt unterwegs, um wenigstens ein paar der
Outdoor-Sehenswuerdigkeiten mitzunehmen...
| steilste Strasse der Welt |
| Bahnhof |
Tja, und weil heute frueh mal fuenf
Minuten lang die Sonne geschienen hat, sind wir gleich mit Sack und
Pack auf die Halbinsel hinter Dunedin geduest, die fuer ihre Tierwelt
beruehmt sind. Es gibt hier eine Royal Albatross Kolonie, die ihre
Eier auf dem Festland ausbruetet, was weltweit einzigartig ist. Um
diese Nester sehen zu koennen, muss man allerdings 50 Dollar Eintritt
bezahlen. Da das nicht in Frage kam, sind wir einmal um die Halbinsel
drumherum gefahren, um das einzige Schloss Neuseelands zu besuchen.
Allerdings haette uns nur das Betreten des Grundstuecks 15 Dollar
gekostet, von den 30 Dollar fuer eine Schlossbesichtigung ganz zu
schweigen. Wir haben nicht mal den bloeden Turm sehen koennen, weil
die sich von den hohen Eintrittsgeldern wahrscheinlich die hoechsten
Hecken der Welt leisten koennen! Ein bisschen grummelig haben wir
dann eine kleine Bucht angesteuert, in der es Seehunde, Pinguine und
auch Seeloewen geben soll. EINEN Seeloewen haben wir gesehen, und der
hat sich nicht mal bewegt. Ab morgen ist er bestimmt schon im
Tote-Tiere-Museum zu bestaunen.
Leider sah es dann wieder verdaechtig
nach Regen aus, weswegen wir den Rueckweg antreten mussten. Kein
Pinguin, kein Seehund, und die Laune so:
Wir versuchen ja eigentlich immer, uns
nicht vom Wetter runterziehen zu lassen. Aber wenn alle Alternativen
dann einen Haufen Geld kosten, nervt das wirklich sehr! Aber wir sagt
mein Papa immer so schoen: Man kann sein Geld nur einmal ausgeben.
Recht hat er. Und da wir es im Moment vorziehen, in beheizbaren
Raeumlichkeiten zu schlafen statt eines naechtlichen Kaeltetodes im
Auto zu sterben, haben wir leider kein Geld uebrig fuer arschteure
Riesenvoegel und unsichtbare Maerchenschloesser.
Morgen verschwinden wir fuer ein paar
Tage in den Catlins, einem Nationalpark ganz im Sueden, von da aus
gehts dann weiter Richtung Te Anau und Milford Sound, und gegen Ende
der Woche wollen wir in Queenstown eintrudeln. Die Wettervorhersage
macht nicht viel Mut: Es soll die ganze Woche lang regnen. Ausser in
Queenstown, da schneit's dann.
Nun gut, Schluss fuer heute. Falls ihr
mal genug von eurem Fruehling und der frischen Luft habt und lieber
Zeit vorm Computer verbringt, dann klickt ruhig immer mal auf meinen
Blog – vielleicht schaffen wir bis zum Ende die 10.000!
Ich hoffe, es geht euch allen gut und
drueck euch lieb von hier! Bis ganz bald!

...der Maler mit dem grauen Afro, also...
AntwortenLöschenCaro, Bob Ross hat sich grade im Grabe nochmal umgedreht :)"The joy of painting" - großartig..
ich hoffe ihr seid noch nich erfroren!
Kussi aus Coromandel
Aloha!
AntwortenLöschenAwesome! Toller Artikel und ich bin sehr gespannt was da noch kommt! =)
Liebe Grüße, Andi