ich bin in münchen! nach gefühlten 37 stunden zugfahrt bin ich tatsächlich angekommen... eigentlich hat auch alles ganz gut geklappt. bis hannover ist mutti noch mitgekommen, von da ging's dann alleine weiter. spannend wurde es mal kurz am münchener hauptbahnhof – da hatte ich 8 minuten, um von gleis 19 zur s-bahn auf gleis 1 zu wechseln. gleis 1 gab's aber leider nich mehr. stattdessen stand da ein schild, dass mir freundlich mitteilte, dass die s-bahn auf gleis 25 fährt... ich also leicht panisch mit sack und pack wieder zurück gesprintet und gerad noch so in die bahn gehüpft. kurz vor 11 war ich dann hier in dem kaff am flughafen, musst dann aber noch schnell nen halben kilometer zu fuß zum hotel marschieren. endlich am ziel, dacht ich mir dann... aber nein. von da aus wurd ich mit nem shuttlebus noch 10 kilometer zu einem ponyhof gekarrt. das zimmer ist süß, allerdings hab ich mich in den letzten 5 minuten schon dermaßen ausgebreitet, dass es aussieht, als würd ich hier schon ewig wohnen. und alles riecht nach pferd. ich fühl mich leicht zurück versetzt in meine zeiten als pferdemädchen... der traum vom leben als wendy's beste freundin ist morgen früh allerdings auch schon wieder ausgeträumt, denn kurz nach 9 kommt ein shuttlebus und nimmt mich mit zum flughafen. und dann wird's ernst...
ein bisschen ernst war es ja in den letzten tagen auch schon. diese ganzen abschiede sind ja nun nicht unbedingt das schönste an dieser ganzen geschichte. jetzt sitz ich hier auf meiner bettkante und warte angestrengt auf eine ordentliche emotion. aber es passiert einfach nichts. ich bin weder todtraurig noch freu ich mich wie bolle. so hab ich mir das nicht vorgestellt! ich bin ja nicht mal richtig aufgeregt! vielleicht hat mich der viele sekt in den letzten tagen nachhaltig betäubt... ich dachte ja auch eigentlich, ich würde bei jedem mal tschüss sagen nen halben nervenzusammenbruch kriegen. war aber nich. meine theorie: automatischer selbstschutzmodus. der gedanke, für lange zeit nicht zu hause zu sein, ist im moment vielleicht ein bisschen zu groß für mich. na man muss sich ja auch nicht überfordern... tu ich halt erstmal so, als würd ich in den urlaub fahren.
als ich vorhin so allein im zug saß, den kopf am verregneten fenster, da kam ein lied, das ich schon ganz lange nicht mehr gehört hab... eigentlich war das eins von unseren sri lanka liedern im letzten jahr, aber heute war's wie ein schlag ins gesicht. 3 minuten und 52 sekunden lang war ich sprachlos und wirklich traurig. wurde aber eigentlich auch mal zeit, nach all den tapferen abschieden. und danach war's irgendwie besser...
tatsächlich freu ich mich aber auch. endlich gehts los, mein abenteuer! nur jetzt gerade denk ich so - hä? haste nich grad noch deine bachelorarbeit geschrieben? und warum denn eigentlich gerade jetzt, wo alles so prima läuft? die letzten wochen vergingen doch ganz schön schnell... deswegen bin ich froh, dass ich hier noch ne nacht allein aufm ponyhof hab. vielleicht find ich ja meinen kopf wieder heute nacht und kann mich dann in klaren gedanken darauf einstellen, was morgen auf mich wartet.
um 12 geht mein flieger, liebe freunde. nach deutscher zeit bin ich 18:30 im oman und flieg dann 22:30 weiter nach sri lanka, wo ich halb 3 am montag morgen ankomme. dann schnapp ich mir sam, der dann schon fast ne stunde auf mich wartet, und zusammen gehts auf zum bahnhof und mit dem zug in richtung süden. als allererstes wollen wir kurz allen in aluthgama hallo sagen, baby angucken und sachen abschmeißen - und dann ist erstmal ein paar tage urlaub angesagt! die bahnstrecke nach süden geht direkt am meer lang. in den zügen gibt es ja weder fenster noch türen, also haben wir uns immer in die türrahmen gesetzt und uns die meerluft um die ohren wirbeln lassen... und wenn ich daran denke, dann kann ich's eigentlich nicht erwarten!
ihr lieben, ich melde mich. ihr seid alle mit dabei, fest versprochen! bis ganz bald...
ronny kunkel!
| was alles in so nen rucksack passt... |
| abschiedskommando |
| mein neuer freund |
Caroooo!
AntwortenLöschenNun haben wir uns also nich mehr gesehn, moechte dir natuerlich trotzdem auf diesem Weg alles alles Gute fuer die Reise wuenschen! Ich wuensche viele neue tolle Erfahrungen, spannende Erlebnisse, herzerwaermende Begegnungen und nur das Mindestmaß an Gefahr ...
MfG Peter
P.S. Der Rucksack ist zu groß :-)