Sonntag, 28. August 2011

grüße aus dem oman!

so. die erste hälfte ist schon geschafft... ich sitz in muskat aufm flughafen, trink pepsi und freu mich grad ganz schön. ich bin im oman, mitten im nirgendwo! und da ich jetzt 4 stunden aufenthalt habe, bevor's weiter nach sri lanka geht, schreib ich gleich mal meine vielen eindrücke des tages auf. ich versuch mich auch kurz zu fassen...

meine nacht auf dem ponyhof war wie erwartet äußerst unspektakulär. heut früh bin ich pünktlich raus, um vor der abfahrt noch ein paar ponys ausfindig zu machen. diese hoffnung wurde leider bitter enttäuscht denn da gab's zwar alles – von traktoren in allen größen und farben bis zum riesentrampolin im garten – aber kein pferd. trotzdem ging's relativ fröhlich um 9 zum flughafen. von dem hab ich allerdings gar nicht so viel gesehen, da mein terminal relativ mini war. nachdem ich dann meinen rucksack (mit dem ich mich immer noch nicht wirklich angefreundet hab – der ist einfach zu schwer!) in die extragroße schutzhülle gestopft und abgegeben hab, hab ich es mir in nem biergarten am flughafen gemütlich gemacht. ein letztes mal alle angerufen, ein letztes mal bis bald gesagt... und dann war ruhe. nur ich im bayerischen sonnenschein, kurz vorm großen abenteuer. und auf einmal war sie dann auch wieder da, die vorfreude. eine letzte zigarette unter deutschem himmel, nochmal schnell tief durchgeatmet und ab zum gate...
besonders aufgefallen sind mir den ganzen vormittag über die lustigen flughafen-durchsagen. normalerweise hört man ja immer so sprüche wie 'bitte lassen sie ihr gepäck nicht unbeaufsichtigt stehen' oder 'wir bitten sie, das rauchverbot zu beachten' – nicht in münchen. hier legt man wert auf die wirklich wichtigen dinge des lebens. so wies eine nachdrückliche frauenstimme in regelmäßigen abständen auf die pflichten eines jeden bayern hin: 'wir laden sie ausdrücklich zum katholischen gottesdienst in der kapelle am ende von terminal b ein!'. schön.

der flieger ging pünktlich. ich hatte einen fensterplatz, dummerweise direkt überm flügel. aber gut, man kann nicht alles haben... kurz vorm boarding-completed hab ich dann leider auch noch nen sitznachbarn gekriegt. der war zwar anfangs nicht sonderlich gesprächig, hat mich glücklicherweise aber auch nicht angeschrien, als ich beim ersten luftloch meine fingernägel in seinen unterarm gebohrt hab. das eis war damit dann auch gebrochen. in bangkok wohnt er, hat er erzählt. und so hab ich gleich noch ein paar (mehr oder weniger) praktische tipps abgefasst. als er dann gegen ende des fluges allerdings anfing, sich irgendein zeug durch die nase zu ziehen und 2 minuten später schrecklich nasenblut bekam, war meine gesprächsbereitschaft auch schon wieder beschränkt. so hab ich ich mich dann hochinteressiert dem boardprogramm zugewandt...
pünktlich ist der flieger dann auch hier in muskat gelandet. beim aussteigen ist mir fast schwindelig geworden, so heiß ist es hier. und es hat sofort nach meer gerochen, jippi! mit nem kleinen bus ging's dann vom flugzeug zum flughafen, schnell mal mit dem reisepass gewunken und schwupps, stand ich schon in der schillernd-bunten duty-free-welt des oman! was mich aber viel mehr beschäftigt hat, waren drei fragen: gibt’s hier w-lan? wo find ich ne steckdose? und wo kann ich rauchen? da die ganzen turban-boys hier ausgesprochen hilfsbereit sind, hab ich alles relativ schnell gefunden. die toleranzgrenze hab ich jedoch scheinbar ein bisschen ausgereizt, als ich allein in den raucher-kabuff marschiert bin. neben mir saßen völlig vermummte frauen, von denen nicht ein fitzelchen haut zu sehen war. bisschen gruselig... und die ganzen kerle drumrum haben mich angegeiert als wär ich ein marsmännchen. entsprechend froh war ich dann, als noch ein paar deutsche touris dazu kamen...
so. und nu sitz ich hier, in nem kleinen restaurant und warte, dass die zeit vergeht... hier ist es jetzt gleich 23 uhr, bei euch also erst um 9. in anderthalb stunden geht der nächste flieger. und dann bin ich bald da. ich meld mich morgen, wenn wir in aluthgama angekommen sind, vielleicht aber nur ganz kurz. schätzungsweise werden wir ziemlich platt sein nach der langen anreise...

ihr lieben, ich denk fest an euch! komisch hier so ganz allein... aber aufregend. 

ponyhof ohne ponys

zum letzten mal ein bisschen luxus im zimmer




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